Wer nach Photovoltaik Kosten sucht, will keine schwammigen Aussagen (“kommt drauf an”), sondern harte Zahlen. Die gute Nachricht vorab: Die Preise für Solarmodule und Speicher haben sich 2026 auf einem sehr attraktiven Niveau eingependelt. Nach dem Preis-Schock der Vorjahre ist Solartechnik wieder bezahlbar.
Doch was kostet eine typische 10 kWp Anlage für ein Einfamilienhaus heute wirklich? Wie wirkt sich der 0% Steuersatz aus? Und ab wann macht der Speicher die Rechnung kaputt? In diesem großen Preis-Report legen wir die Karten auf den Tisch – mit konkreten Tabellen und Preisbeispielen.
Inhaltsverzeichnis
Preisentwicklung: Warum Solar wieder günstiger ist
In den Jahren 2022 und 2023 waren Handwerker Mangelware und Module teuer. Diese Situation hat sich 2026 entspannt. Die Lager der Großhändler sind voll, und chinesische Hersteller drücken mit günstigen (aber hochwertigen) Modulen auf den Markt.
Zudem gilt weiterhin der Nullsteuersatz (0% MwSt.). Das bedeutet: Als Privatperson zahlen Sie auf die Lieferung und Installation Ihrer Photovoltaik Kosten effektiv keine Mehrwertsteuer mehr. Details dazu finden Sie auch in den FAQ des Bundesfinanzministeriums. Das spart bei einer durchschnittlichen Anlage sofort ca. 3.000 € bis 4.000 € gegenüber früher.
Die große Preis-Tabelle: Kosten pro kWp
In der Solarbranche gilt das Gesetz der “Economy of Scale”: Je größer die Anlage, desto günstiger wird das einzelne Kilowattpeak (kWp), da Fixkosten wie Gerüstbau und Anfahrt nur einmal anfallen.
Hier sind realistische Marktpreise für 2026 (inkl. Montage, Anmeldung und Material, ohne Speicher):
| Anlagengröße | Geeignet für | Preis pro kWp (ca.) | Gesamtpreis (Netto) |
|---|---|---|---|
| Kleine Anlage (5-7 kWp) | Reihenhaus, geringer Verbrauch | 1.600 € – 1.900 € | 9.000 € – 12.000 € |
| Standard (10-12 kWp) | Einfamilienhaus, E-Auto | 1.300 € – 1.500 € | 13.000 € – 16.000 € |
| Groß (15-20 kWp) | Wärmepumpe, große Dachfläche | 1.100 € – 1.300 € | 18.000 € – 24.000 € |
Was kostet der Speicher extra?
Fast 80 % aller neuen Anlagen werden heute mit Batteriespeicher installiert. Das erhöht die Photovoltaik Kosten initial, senkt aber Ihre Stromrechnung drastisch.
- Speicher-Kosten 2026: Rechnen Sie mit ca. 400 € bis 600 € pro kWh Speicherkapazität.
- Beispiel: Ein gängiger 10 kWh Speicher kostet inklusive Hybrid-Wechselrichter-Aufpreis und Installation ca. 5.000 € bis 7.000 €.
Ob sich das lohnt, hängt von Ihrem Verbrauch ab. In Städten wie Norderstedt (hohe Strompreise) rechnet sich der Speicher oft schneller als auf dem Land.
Versteckte Kosten: Wartung & Versicherung
Eine PV-Anlage ist wartungsarm, aber nicht wartungsfrei. Planen Sie diese laufenden Posten ein:
- Versicherung: Oft in der Gebäudeversicherung inkludiert, manchmal ca. 50 €/Jahr Aufpreis. Wichtig in Windlastzonen wie Itzehoe.
- Reinigung: Bei flachen Dächern (z.B. Bungalows in Quickborn) muss alle 2-3 Jahre gereinigt werden. Kosten: ca. 200 €.
- Rücklagen: Der Wechselrichter muss oft nach 15 Jahren getauscht werden. Legen Sie ca. 100 € pro Jahr zurück.
Rechnung: Wann habe ich das Geld raus?
Die “Amortisationszeit” gibt an, wann die gesparten Stromkosten die Investition decken. Ein vereinfachtes Beispiel:
- Investition: 20.000 € (Anlage + Speicher)
- Stromersparnis: 1.500 € / Jahr (bei 40 Cent/kWh Strompreis)
- Einspeisevergütung: 300 € / Jahr
- ➡️ Rückfluss gesamt: 1.800 € / Jahr
- Ergebnis: Nach ca. 11 Jahren ist die Anlage bezahlt (“Break-Even”). Da sie 25-30 Jahre hält, machen Sie danach reinen Gewinn.
📍 Regionale Preis-Checks
Die Montagekosten können je nach Region und Dachart variieren. Hier finden Sie Details zu Ihrer Stadt:
Häufige Fragen zu Photovoltaik Kosten
Sind chinesische Module schlechter?
Nein. Marken wie Jinko, Trina oder JA Solar sind Weltmarktführer und technologisch oft führend. Sie bieten ein hervorragendes Preis-Leistungs-Verhältnis und senken die Photovoltaik Kosten massiv.
Gibt es 2026 noch Förderungen?
Die bundesweite KfW-Förderung (442) ist oft vergriffen. Es gibt aber die Einspeisevergütung (für 20 Jahre garantiert) und die 0% Steuer. Prüfen Sie immer auch aktuelle Programme der KfW Bank.
Mietkauf vs. Kauf: Was ist günstiger?
Der Direktkauf (oder eine Finanzierung über die Hausbank) ist fast immer günstiger. Auch die Verbraucherzentrale warnt: Miet-Modelle (“Solar-Abo”) können über 20 Jahre oft das Doppelte der regulären Anschaffungskosten kosten.
Fazit: Warten lohnt sich nicht mehr
Die Photovoltaik Kosten sind auf einem Tiefstand, die Technik ist ausgereift. Wer jetzt investiert, sichert sich langfristig gegen steigende Strompreise ab. Der Schlüssel zum Erfolg ist der Vergleich mehrerer Angebote – achten Sie dabei nicht nur auf den Endpreis, sondern auf die Qualität der Komponenten und die Verfügbarkeit des Handwerkers.
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